Veröffentlicht am 30.11.-1 Geschrieben von Malcha

Zeruja überprüft noch einmal, ob der Taucherhelm wirklich dicht schliesst. Erst vor wenigen Tagen hatte sie sich den Helm nach Plänen von Jubie Federdings gebaut. Nun steht dem Helm einen ersten Test bevor. Ohne den Helm hätte sie sich nie getraut hier im Finsteren Riff zu tauchen. Schliesslich soll es hier ebenfalls von diesen ekligen Murlocs geben.

Die Lederrüstung und all ihre Habseligkeiten hat sie unter einem Busch versteckt. So watet sie nun, nur mit ihrem Hemd und dein zwei Dolchen am Gürtel, ins Wasser. An ihrem Gürtel hängt zusätzlich noch ein kleiner Beutel, den sie – hoffentlich bald – mit wertvollen Perlen gefüllt hat.

 

Langsam ändert sich die Unterwasserlandschaft. Die Felsen sind immer bizarrer geformt und die Korallen grösser und grösser. Weit unten ist ein altes Wrack zu sehen.

Zeruja wirft einen letzten Blick zurück zum fernen Ufer, bevor sie zum ersten Mal abtaucht. Langsam kommen die Korallen näher. Sie versucht am Boden Muscheln zu erkennen, aber noch ist nichts zu sehen. Langsam taucht sie zwischen die Korallen ein. Vom Boden wirbelt eine Wolke Sand auf, als Zeruja unvorsichtigerweise zu nahe heranschwimmt. Danach schwimmt sie sorgfältiger weiter zwischen den Felsen hindurch. Ihre Vorsicht wird belohnt, als sie um einen weiteren Korallenbusch taucht. Sobald sie die Bewegung vor sich wahrnimmt, hält sie still.

Tatsächlich, dort schwimmt ein Murloc. Mit möglichst sparsamen Bewegungen zieht sich Zeruja wieder zurück. Lieber sucht sie die Muscheln in der anderen Richtung!

Dort unter dem nächsten Felsen… der kleine Fleck, ist das nicht vielleicht? JA! Die erste Muschel!

 

Zeruja taucht ganz nah heran. Bevor sie die Muschel genau erkennen kann, klappt diese zu. Zuerst versucht Zeruja die Muschel von Hand zu öffnen. Die Muschel rührt sich aber keinen Millimeter. Wütend funkelt Zeruja die Muschel an und nimmt den Dolch zur Hand. Gerade als sie den Dolch ansetzt, fällt ein grosser Schatten über sie. Vor lauter Schreck lässt sie den Dolch fallen. Mit offenem Mund starrt sie nach oben. Dort geht eine seltsame Gestalt mit blauen Hufen übers Wasser. Erst als diese in der Ferne verschwindet, rührt sich Zeruja wieder.

Ihr Dolch steckt tief im weichen Sand. Als sie ihn rausholt, wirbelt eine Fontäne Sand auf und nimmt ihr für einen Moment die Sicht. Kurz darauf ist die Muschel aufgeknackt und gibt eine perfekte blaue Perle preis.

 

Viele Muscheln und einige Perlen später sind Zerujas Hände ganz aufgeweicht und ihre Lippen nehmen langsam eine bläuliche Färbung an. Trotzdem taucht sie immer noch zwischen den Korallen und Felsen hindurch.

Erst als sie an einer Muschel abrutscht und sich einen winzigen Schnitt in den Finger zufügt, beginnt sie zurück zum Ufer zu schwimmen.

 

Als sie endlich wieder festen Boden unter den Füssen hat, schnallt sie gleich den Helm ab. Vor lauter Erschöpfung ist Zeruja ganz wackelig auf den Füssen. Langsam geht sie über den Strand. Verzweifelt sucht sie den Busch, unter dem sie ihre restliche Ausrüstung versteckt hat. Der Wind lässt die tropfnasse Gestalt zittern. Immer wieder stolpert sie auf dem Weg zum rettenden Versteck.

Überglücklich wickelt sie sich in ihren Umhang und rollt sich gleich unter dem Busch zusammen. Fast sofort schläft sie ein.

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